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Das Blässhuhn - Steckbrief


Steckbrief

Name: Blässhuhn
Weitere Namen: Blässralle, Wasserhuhn
Lateinischer Name: Fulica atra
Klasse: Vögel
Größe: 32 - 42 cm
Gewicht: 500 - 800 g
Alter: 10 - 20 Jahre
Aussehen: schwarzes Gefieder, weißer Schnabel
Geschlechtsdimorphismus: Ja
Ernährungstyp: Allesfresser (omnivor)
Nahrung: Fisch, Insekten, Schnecken, Krebse und Muscheln
Verbreitung: Europa, Asien, Australien, Neuseeland
ursprüngliche Herkunft: unbekannt
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: Uferzone an Seen und Fliessgewässern
natürliche Feinde: Raubvögel
Geschlechtsreife: 1 Jahr
Paarungszeit: März - April
Brutzeit: etwa 21 Tage
Gelegegröße: 5 - 10 Eier
Sozialverhalten: Familienverband
Vom Aussterben bedroht: Nein
Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über das Blässhuhn

  • Das Blässhuhn, auch Blässralle oder Fulica atra genannt, beschreibt einen Wasservogel innerhalb der Rallen, der in weiten Teilen Europas und Asiens sowie in Australien und Neuseeland beheimatet ist.
  • In Europa ist es mit Ausnahmen von Island und den nördlichen Regionen Skandinaviens fast überall verbreitet, wobei es Höhenlagen im Gebirge meidet.
  • Abhängig vom Verbreitungsgebiet sind Blässrallen entweder Standvögel oder ziehen im Herbst in ihre Winterquartiere in Nordafrika, im Mittelmeerraum oder im Nahen Osten.
  • Das Blässhuhn besiedelt hauptsächlich stehende oder nur wenig fließende Gewässer wie Seen, Teiche unterschiedlicher Größe sowie Seitenarme von Flüssen. Besonders wichtig sind ein hoher Nährstoffgehalt des Wassers sowie flache Uferzonen mit dichtem Pflanzenwuchs.
  • In den Uferzonen bauen Blässhühner ihre schwimmenden, aus verschiedenem Pflanzenmaterial und Zweigen bestehenden Nester.
  • Das Blässhuhn ist aufgrund seines charakteristischen Aussehens unverkennbar. Das Gefieder ist schwarz gefärbt, schimmert bei Lichteinfall grünlich und steht in starkem Kontrast zur schneeweißen Stirnplatte, dem weißen Schnabel und den kleinen, leuchtend roten oder braunroten Augen.
  • Das Blässhuhn erreicht eine Länge von bis zu 42 Zentimetern und besitzt einen kleinen Kopf und einen im Verhältnis zum Körper relativ kurzen Schwanz.
  • Es ernährt sich als Allesfresser sowohl von Pflanzenteilen wie Gras, Seerosen und Schilf als auch von tierischer Kost wie etwa kleinen Fischen, Insekten, Schnecken, Krebsen und Muscheln. In der Nähe von menschlichen Siedlungen werden auch Abfall und Entenfutter nicht verschmäht.
  • Die Balzzeit beginnt im März und ist mit erbitterten Kämpfen um Brutreviere verbunden.
  • Männchen und Weibchen schließen sich zu monogamen Paarverbindungen zusammen und brüten pro Saison meist zwei Gelege aus.
  • In das Nest legt das Weibchen zwischen fünf und zehn, durch die gepunktete Oberfläche gut getarnte Eier, die etwa drei Wochen von beiden Eltern bebrütet werden.
  • Die Küken werden nur wenige Tage im Nest gehudert und mit Nahrung versorgt. Anschließend folgen sie den Eltern und verbringen die ersten fünf Lebenswochen im Familienverband.
  • Auch wenn die jungen Blässhühner selbstständig geworden sind, bleiben sie noch einige Zeit im Revier der Eltern.
  • Die meisten Blässhühner brüten erst im Alter von drei Jahren das erste Mal, obwohl sie bereits mit einem Jahr geschlechtsreif sind.
  • Ein erheblicher Teil der jungen Blässhühner überlebt witterungsbedingt nicht die ersten zwei Lebensjahre. Viele Gelege werden durch Wasserschwankungen oder Parasitenbefall zerstört.
  • Die maximale Lebenserwartung der Blässralle beträgt zwanzig Jahre.