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Das Lama - Steckbrief


Steckbrief

Name: Lama
Weitere Namen: Guanako
Lateinischer Name: Lama glama
Klasse: Säugetiere
Größe: 1,1 - 1,5m
Gewicht: 120 - 150kg
Alter: 15 - 20 Jahre
Aussehen: braun, schwarz oder weiß
Geschlechtsdimorphismus:
Ernährungstyp: Pflanzenfresser (herbivor)
Nahrung: Blätter, Kräuter, Gras
Verbreitung: Südamerika
ursprüngliche Herkunft: Anden
Schlaf-Wach-Rhythmus: tagaktiv
Lebensraum: Graslandschaften, Halbwüsten und Steppen
natürliche Feinde: Puma, Schakal
Geschlechtsreife: mit zwei bis drei Jahren
Paarungszeit: November - Februar
Tragzeit: 50 - 52 Wochen
Wurfgröße: 1 - 2 Jungtiere
Sozialverhalten: gruppenbildend
Vom Aussterben bedroht: Nein
Weitere Steckbriefe von Tieren findest du im Tierlexikon.

Interessantes über das Lama

  • Das Lama beschreibt eine Art von Neuweltkamelen und entwickelte sich als domestizierte Form aus dem Guanako, das in den Anden Boliviens, Chiles, Perus, Argentiniens und Ecuador lebt.
  • Wissenschaftler vermuten, dass das Guanako von den Indios bereits im dritten vorchristlichen Jahrtausend domestiziert wurde. Mit Ankunft der spanischen Seefahrer wurde der Bestand der wilden Guanakos allmählich drastisch reduziert, da die Tiere wegen ihres Felles und als Nahrungskonkurrenten der Schafherden intensiv gejagt wurden.
  • Heute leben geschätzte drei Millionen Lamas als Haus- und Arbeitstiere sowie als wichtige Milch- und Fleischlieferanten in der Andenregion.
  • Sie werden in Herden gehalten, die meist von einem Alphamännchen angeführt werden. Grundsätzlich sind Lamas im Umgang mit Artgenossen friedlich, Rangkämpfe unter Männchen sind jedoch an der Tagesordnung.
  • Wie viele andere Kamelarten bespucken auch Lamas ihre Artgenossen, wenn sie sich belästigt fühlen oder ihre Dominanz zeigen möchten.
  • Das Lama kann Schulterhöhen von bis zu 150 Zentimetern erreichen und ein Körpergewicht von maximal 150 Kilogramm auf die Waage bringen, wobei die Stuten größer werden als die Hengste.
  • Lamas besitzen keine für Kamele typischen Höcker, weisen aber die gespaltene und sehr bewegliche Oberlippe sowie die weichen Sohlenpolster auf.
  • Das dichte und wollig-weiche Fell des Lamas kann in unterschiedlichen Farben und Farbkombinationen erscheinen. Neben einfarbig weißen, schwarzen, braunen oder grauen Tieren existieren auch Lamas mit geschecktem oder gepunktetem Haarkleid.
  • Lamas sind von zierlicher Gestalt und besitzen große, auffallend bewimperte Augen, einen dicken und runden Schwanz , einen langen Hals und spitze Ohren.
  • Wie Guanakos sind auch Lamas in unterschiedlichen Lebensräumen beheimatet. Sie besiedeln Küstengebiete, Graslandschaften, Steppen und Halbwüsten und sind im Tiefland ebenso anzutreffen wie in Gebirgslagen von bis zu viertausend Metern Höhe.
  • Je nach Lebensraum ernähren sie sich als reine Pflanzenfresser von Kräutern, Gräsern, Blättern, Sträuchern oder Pilzen.
  • Nach einer Tragzeit von elf bis zwölf Monaten wird meist nur ein einziges Fohlen geboren. Während der Geburt, die im Stehen erfolgt, wird die Mutter von allen anderen Weibchen der Herde schützend umgeben.
  • Das Fohlen richtet sich bereits kurz nach der Geburt auf und beginnt zu laufen.
  • Die Lebenserwartung der Lamas beträgt zwischen fünfzehn und zwanzig Jahren.
  • Heute werden Lamas auch außerhalb Südamerikas als Wolllieferanten gezüchtet. Wegen ihres genügsamen und friedlichen Wesens werden sie zudem erfolgreich in der Tiertherapie eingesetzt.