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Achat


Steckbrief:

Name: Achat
Andere Namen: Agate (engl.), Onyx
Mineralklasse: Oxide und Hydroxide
Chemische Formel: SiO2
Chemische Elemente: Silizium, Sauerstoff
Ähnliche Minerale: /
Farbe: mehrfarbig (u.a. braun, gelb, rot, schwarz)
Glanz: Glasglanz
Kristallstruktur: trigonal
Massendichte: 2,8
Magnetismus: ?
Mohshärte: 6,5 - 7,0
Strichfarbe: weiß
Transparenz: transparent bis hin zu undurchsichtig
Verwendung: Schmuckstein

Allgemeines zum Achat:

Der Achat beschreibt einen feinkristallinen Quarz aus der Gruppe der Oxide und Chalcedone, der nach dem alten, nicht mehr gebräuchlichen Namen des süditalienischen Flusses Achates (heute Dirillo), seinem angeblich ersten Fundort benannt wurde. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war die heute noch bekannte Bezeichnung Onyx gebräuchlich. Der Achat besteht aus den Elementen Silizium und Sauerstoff und fällt durch eine abwechslungsreiche Färbung mit einer deutlich erkennbaren konzentrischen Streifenzeichnung auf, die sich aus der charakteristischen Bänderstruktur ergibt. Unbehandelte Exemplare weisen einen glasartigen Glanz auf und können leicht transparent oder undurchsichtig sein. Sie erscheinen mehrfarbig in unterschiedlichen Braun- und Gelbtönen, Hellblau, Zartgrün, Orange, Rot oder Schwarz. Steine mit einem leuchtenden Blau und Pink oder einem intensiven Grün sind ausnahmslos künstlich gefärbt.

Vorkommen und Fundorte:

Achate sind auf der ganzen Welt verbreitet und kommen hauptsächlich in ehemaligen Vulkanlandschaften nahe heißer Quellen vor, werden aber oft auch in Hohlräumen von Erzlagerstätten, in Korallen, Schneckengehäusen und versteinertem Holz sowie in fossilen Knochenfunden nachgewiesen. Zu den Ländern, in denen bedeutende Fundorte des Achats liegen, zählen die Vereinigten Staaten, Mexiko, Uruguay, Brasilien, Madagaskar sowie Botswana, Zimbabwe, Neuseeland, Australien und Indien. In Europa sind als wichtige Fundstätten vor allem Deutschland, Tschechien, Russland, Bulgarien und andere im Osten gelegene Länder zu nennen.

Geschichte und Verwendung:

Der Achat wird von den Menschen bereits seit vielen Jahrtausenden hoch geschätzt. Ursprünglich wurden Achate zu Jagdinstrumenten und Werkzeugen verarbeitet, lange bevor ihre optischen Vorzüge erkannt und gezielt eingesetzt wurden. Seit dem alten Ägypten dienen diese Steine vorrangig zur Herstellung von kostbaren und bunten Schmuckstücken wie Ohrringen, Ketten und Broschen sowie als Material für Einlegearbeiten wie Schmuckschatullen, Vasen und andere Gefäße. Heute werden für die Herstellung von extravaganten Schmuckstücken verwendete Achate meist gefärbt, wobei mehrere Methoden zum Einsatz kommen können. Aus Brasilien stammende Exemplare eignen sich zum Färben besonders gut, da sie kaum Risse und gleichzeitig eine weißliche oder graue Ausgangsfarbe aufweisen. Der Achat wird zunächst mit Tensiden gereinigt und mehrere Tage lang bei hohen Temperaturen getrocknet, um ihn auf die färbende Lösung vorzubereiten. Wird eine leuchtend blaue oder grüne Färbung gewünscht, müssen die im Stein befindlichen Eisenoxide unter Einwirkung von Säuren entfernt werden. Anschließend wird der Stein in eine Zuckerlösung oder Schwefelsäure eingelegt, damit die Kohlenhydrate zersetzt werden und der dabei austretende Kohlenstoff die Färbung ermöglicht. Um ein attraktives Aussehen zu erhalten, werden Achate auch erhitzt, geölt, lackiert oder paraffiniert.

Video: 16. Internationale Achat-Börse: Niederwörresbach (April 2020).